Studienprogramm „Transformation gestalten“
(Januar 2013 bis Dezember 2014)

Das Studienprogramm „Transformation gestalten“ war ein begabtenförderwerkübergreifendes Qualifizierungsprogramm, das die teilnehmenden Stipendiatinnen und Stipendiaten befähigte, den Prozess der „Großen Transformation“ als Nachwuchskräfte (Change Agents) mitzugestalten.

Unter dem Prozess der „Großen Transformation“ verstehen wir den grundlegenden Strukturwandel hin zu einer nachhaltigen und umweltverträglichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im globalen Maßstab, der Einfluss auf alle Lebensbereiche, auf Lebensstile und auf die Lebensqualität hat. Aufgrund der Komplexität der Herausforderung dieses Transformationsprozesses müssen zukünftige Fach- und Führungskräfte in Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in der Lage sein, vernetzt zu denken, indem sie unterschiedliche Fachperspektiven zusammen bringen sowie mögliche weltanschauliche, kulturelle und habituelle Unterschiede berücksichtigen und aktiv nutzen, um optimale Problemlösungen im Interesse aller zu finden und umzusetzen.

Die Vielfalt der Teilnehmenden im Hinblick etwa auf Fachrichtung, Begabtenförderwerk, Hochschulform, Gender und Erfahrung war daher ein zentrales Anliegen des Programms. Die Teilnehmenden wurden darin unterstützt, besondere Problemlösungs- bzw. Gestaltungskompetenzen auszubilden, um mit Vielfalt, mit Unterschieden, mit Verschiedenheit der Akteure souverän und konstruktiv umzugehen. Die unterschiedlichen
fachlichen Perspektiven und Kompetenzen sowie mögliche Unterschiede in den politischen Überzeugungen und Werteorientierungen der Teilnehmenden wurden somit im Hinblick auf den zu gestaltenden Transformationsprozess produktiv gewendet. Diese Fähigkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit wurde im Sinne eines offenen, Diversity-orientierten Ansatzes als konstitutiv für einen gelungenen Transformationsprozess vorausgesetzt. Die Teilnehmenden wurden ermuntert, sich diese Unterschiede – ganz im Sinne des interkulturellen Lernens – bewusst zu machen und in der Zusammenarbeit positiv zu nutzen.

Die zentralen Bausteine des Studienprogramms, in denen die Teilnehmenden diese Kompetenzen erwerben, waren a) Seminare und Workshops, b) eine gemeinsame Projektarbeit  in interdisziplinär zusammengesetzten Projektgruppen mit einer begleitenden Supervision sowie c) eine Hospitation. Weitere Bestandteile des Programms waren der Austausch und die Vernetzung mit Expert/inn/en aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das werkeübergreifende Studienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung wurde von Januar 2013 bis Dezember 2014 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Weitere Informationen zu der Abschlussveranstaltung (siehe Veranstaltungen) und zu den Projekten der Stipendiat/inn/en (siehe Projekte) finden Sie auf unserer Webseite.



 

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