Projekte



Ein Schwerpunkt des Qualifizierungsprogramms „Transformation gestalten“ ist eine gemeinsame Projektarbeit der teilnehmenden Stipendiat/inn/en. Dabei ist das Projekt als praxisnahes Lern- und Handlungsfeld für die Ausbildung von Gestaltungskompetenz zu verstehen. Die Projektgruppen werden in ihrer Projektentwicklungsphase von externen Supervisor/inn/en unterstützt und begleitet.

Im ersten Workshop des Studienprogramms haben sich 4 Projektgruppen gebildet, die zu unterschiedlichen Themen arbeiten.

Projektergebnisse

Projektgruppe 1:
Transformation der Wirtschaft – Nachhaltigkeit & Verantwortung von Anfang an

Projektgruppe
Teilnehmer

Als Start-up durchstarten und dabei von Anfang an nachhaltig sein? Unsere Tagung Start Sustainable. Nachhaltig Wirtschaften von Anfang an am 23.Mai 2014 an der Hochschule München bot ein Forum für (angehende) Gründer_Innen, um untereinander sowie mit erfahrenen Nachhaltigkeitsexpert_Innen ins Gespräch zu kommen und so zu erfahren, wie von Anfang an soziale, ökonomische und ökologische Aspekte in ein Geschäftsmodell einbezogen werden können.


 
 

  

Projektgruppe 2:
NeWeLoPP – Neue Wertstätten, lokale und partizipative Projekte

Buchcover_SpielRaum

Was ihr schon immer über urbane Gartenprojekte und offene Werkstätten wissen wolltet: spiel*raum bietet einen vielfältigen Einblick in diese Initiativenformen mit Anregungen zum selber machen – sowohl für aktive als auch für die, die es mal werden könnten. Also: gerne weiter vermitteln an unentschlossene Interessent*innen. Das Buch liefert in alphabetischer Ordnung unterschiedlichste Facetten partizipativer Projekte.

spiel*raum. Offene Werkstätten und Gartenprojekte. Eine feine Enzyklopädie. Hrsg. von Josephine Brämer, Markus Schmidt und Felix Steinhoff in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung. Berlin 2014.

Dokument erhältlich unter: http://issuu.com/_fest/docs/spiel-raum

 


Projektgruppe 3:
WasserWeg(e) – Vom Teller zur Produktion

transformation_0165

(KSHG Münster.pdf)

Wasser ist die Grundlage jedes Lebens auf der Erde. Die Evolution hat dazu geführt, dass auch nach Millionen von Jahren in jeder einzelnen unserer Zellen noch ein bisschen Meerwasser steckt. Bis zu sechs Liter Süßwasser müssen wir jeden Tag zu uns nehmen, was zu einem Großteil über die Nahrung geschieht. Welche Wege das Wasser in unserer Nahrung durch die ganze Welt zurücklegen kann, wollen wir in einer Ausstellung erfahr- und greifbar machen. Was hat Fleischkonsum in Deutschland mit der Wassernutzung in Brasilien zu tun? Wie viel Wasser steckt in einer Tomate oder in einer Portion Reis? Ein typisches Gericht, das wir täglich essen, kann z. B. aus Reis, Rindfleisch und Gemüse bestehen. Die Wasserwege dieser drei Komponenten sollen in thematisch passenden Stationen anhand von ökologischen Daten vermittelt werden. Das Ziel der Ausstellung ist es, den Besucherinnen die für das Gericht nötigen Ressourcen verständlich zu vermitteln. Hierbei werden die ökologischen Auswirkungen des Konsums bestimmter Produkte unter verschiedenen Bedingungen aufgezeigt. Dabei steht die Erkenntnis des Betrachters im Vordergrund, welche eine Verhaltensänderung begünstigen soll. Wir als Veranstalterinnen nehmen in diesem Zusammenhang ausdrücklich keine mahnende Haltung ein, vielmehr stehen Information und Bewusstwerden im Vordergrund.

Aktuelle Ausstellungstermine: http://wasser-wege.tumblr.com/
Präsentationspapier: „WasserWeg(e) – Vom Teller zur Produktion“

Projektgruppe 4:
von morgen – alles Gute auf einer Karte

_DSC1600_HG2

04.Imagebild_tropfen-wachsen2

Logo

Die Welt steckt voller Entdecker. Und voller Orte, die darauf warten entdeckt zu werden.
von morgen fördert Menschlichkeit, Umweltfreundlichkeit und gemeinsames Handeln – kurz gesagt: Alles was glücklich macht.

Wir bringen Menschen zusammen, die Gutes tun wollen und Projekte, die bereits Gutes schaffen. Unsere interaktive Karte zeigt dir Orte in deiner Umgebung, die sich schon heute für eine Welt von morgen einsetzen.

Alle Nutzer, Initiativen und Unternehmen können sich und andere auf der Karte eintragen und so ihre Mitmenschen erreichen. Die Plattform erlaubt es dir, deine Suchergebnisse nach Themen zu filtern und im Handumdrehen personalisierte Karten zu erstellen. Diese können dann auf der eigenen Website eingebettet oder mit Freunden geteilt werden.

Darüber hinaus bietet das Team von morgen Workshops an, in denen gemeinsam die Frage nach einer zukunftsfähigen Gesellschaft hinterfragt und erkundet wird.

Erlebe bereits heute eine Welt von morgen.

Besuche uns unter www.kartevonmorgen.org oder auf Facebook www.facebook.com/vonmorgen


Dokumentation der Projektgruppenarbeit:



Dokumentation Projektgruppenarbeit




Projektgruppe 1

Projektgruppe 1: Transformation der Wirtschaft – Nachhaltigkeit & Verantwortung von Anfang an

Kurzvorstellung

Vielfältige Debatten über den weitreichenden Einfluss menschlichen Handels auf die Umwelt und soziale Entwicklung haben gezeigt, dass eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung hin zu nach­haltigen, partizipativen und tragfähigen Strukturen notwendig geworden ist.

In diesem Kontext spielt die Weise des Wirtschaftens eine zentrale Rolle und Unternehmen sind vermehrt gefordert, sich ihres Einflusses auf Mensch und Gesellschaft bewusst zu werden und verantwortungsvoll damit umzuge­hen.


Falko Ueckerdt

Supervisor: Falko Ueckerdt

Ich bin Wissenschaftler im Forschungsbereich „Nachhaltige Lösungsstrategien“ am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Mein Forschungsfokus ist die Integration von erneuerbaren Energien in Energiesysteme.

Vor meiner Tätigkeit am PIK habe ich als Unternehmens- und Politikberater im Bereich Klimaschutz und Energie gearbeitet.

Ich habe Physik und Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der University of Nairobi studiert.


1. Projektbericht

Wir unterstützen den Wandel der Wirtschaft, indem wir Schulungen für Gründerinnen und Gründer entwickeln und anbieten, um eine nachhaltige Entwicklung zu motivieren und voranzutreiben. Wenn sich Unternehmensstrukturen zum ersten Mal konstituieren, bietet sich die einmalige Chance Corporate Social Responsibility (CSR)-Konzepte umfassend und besonders wirkungsvoll zu etablieren und so langfristig nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Hierzu arbeiten wir mit Expertinnen und Experten der Nachhaltigkeit und bereits erfolgreichen Unternehmungen aus vielfältigen Bereichen zusammen und übertragen das Wissen auf die speziellen Herausforderungen und Möglichkeiten von Neugründungen.

Informationen und Hilfestellung zur Erstellung eines nachhaltigen Geschäftsmodells fehlen oft bei konventionellen Beratungsangeboten. Diese Lücke schließen wir mit einer Veranstaltung, auf der Jungunternehmende untereinander und mit erfahrenen Akteurinnen und Akteuren in einen Dialog treten und so von Anfang an auf nachhaltigen Unternehmensstrukturen aufbauen können. Dazu gehö­ren beispielsweise effizientes Ressourcenmanagement, die Einbindung wichtiger Stakeholder, saubere Lieferketten und angemessene Arbeitsbedingungen. Anschließend werden wir Erfahrungen und neue Erkenntnisse veröffentlichen und dadurch sicherstellen, dass diese auch künftigen Gründerinnen und Gründern zur Verfügung stehen.


2. Projektbericht

Kurz nach dem Jahreswechsel haben wir in unserer Gruppe die Projektfindungs- und Recherchephase komplett abgeschlossen und beginnen nun mit der operativen Umsetzung unseres Projekts – einer Informations- und Weiterbildungsveranstaltung im Sommer 2014.

Im September haben wir ein intensives Gruppenseminar in der Nähe von Bonn durchgeführt, in dessen Rahmen wir verschiedene Projektideen vor dem Hintergrund der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sowie verschiedener Strategien zur Förderung von transformativen Prozessen in der Wirtschaft diskutierten. Nach einem produktiven Wochenende haben wir beschlossen, dass wir unser Projekt in Form einer Weiterbildungsveranstaltung für Gründerinnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte realisieren wollen: Bei Neugründungen von Unternehmen bieten sich einmalige Chancen, in einem umfassenden Ausmaß nachhaltige Unternehmensstrukturen zu etablieren, wofür wir Gründerinnen und Gründer sensibilisieren und ihnen das nötige Wissen bereitstellen möchten. Nach diesem Treffen haben wir begonnen, die für uns notwendige technische Kommunikationsinfrastruktur, wie beispielsweise Emailadressen und eine Website aufzusetzen. Darüber hinaus haben wir einen ersten Kontakt mit wichtigen Stakeholdern aus den Bereichen Unternehmensverantwortung und Unternehmensgründung aufgebaut und so beispielsweise mehr darüber erfahren, welcher Bedarf an Weiterbildungsmaßnahmen besteht und welche wichtigen Themen dabei abgedeckt werden können und sollten. Außerdem führten wir bereits Sondierungsgespräche mit wichtigen Netzwerken aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Entrepreneurship und nachhaltige Unternehmensführung, um Möglichkeiten für eine potentielle Zusammenarbeit auszuarbeiten.

Nachdem nun die wichtigsten inhaltlichen und organisatorischen Grundpfeiler gesetzt sind, ist es nun an der Zeit mit der operativen Umsetzung unserer Veranstaltung zu beginnen. Bereits im Dezember haben wir erste Angebote über einen möglichen Veranstaltungsort eingeholt und haben uns auf ein Zeitfenster für die Durchführung unseres Events geeinigt. Zur nächsten Gruppenbesprechung am kommenden Wochenende, den 18./19. Januar, werden wir deshalb bereits einen finalen Ort und Zeit festsetzen können und kurz darauf mit der Akquise der Keynote-ReferentInnen beginnen, bei der wir bereits jetzt von unseren Kooperationspartnern unterstützt werden. Dann wird es auch schon Zeit, um noch im ersten Quartal 2014 alle weiteren ReferentInnen einzuladen und erste Ankündigungen über unsere Veranstaltungen bei der relevanten Zielgruppe zu platzieren. Ab Februar werden wir dann zusätzlich alle in verschiedenen relevanten Organisationen – von Forschungsinstituten über Beratungsunternehmen und NGOs – eine Hospitation durchführen, um hier Wissen und Kontakte zu sammeln. Damit wollen wir in der Hauptphase des Studienprogramms unser Projekt in etablierte Institutionen tragen und ebenfalls von diesen nützliche Hilfestellungen erhalten.

Das Frühjahr wird dann von der finalen operativen Organisation – vom Catering bis Namensschilder –geprägt sein, bevor im Juni dann unsere Veranstaltung Realität wird. Danach haben wir noch bis zum Ende des Studienprogramms im September 2014 Zeit, die Veranstaltung inhaltlich auszuwerten, damit das Wissen, welches hier generiert wurde auch in Zukunft anderen Interessierten zur Verfügung steht und das Ergebnis des Studienprogramms somit nicht nur für uns von Bestand ist.


3. Projektbericht

In unserer Organisation einer Fortbildungsveranstaltung für Start-Ups hat nun die finale Planungsphase begonnen. Am 23.Mai findet unsere Veranstaltung mit dem Titel „Start Sustainable. Nachhaltig Wirtschaften von Anfang an“ in der Hochschule München statt. Mit Hilfe kurzer Vorträge, Workshops und einer Podiumsdiskussion werden GründerInnen praktische Anstöße zu nachhaltigem Wirtschaften gegeben. So beginnt die Informationstagung mit einem einleitenden Vortrag für alle Teilnehmenden. In den Workshops soll es dann in kleineren Gruppen die Möglichkeit geben, nicht nur Informationen zu erhalten, sondern ebenso gemeinsame Diskussionen zu führen und kritische Nachfragen zu stellen. Themen werden dabei unter anderem Nachhaltigkeit im Business Plan, Organisation und Controlling von Nachhaltigkeit sowie Soziale Nachhaltigkeit bzw. eine nachhaltige Unternehmenskultur sein. Mit einer abschließenden Podiumsdiskussion sollen außerdem Fragen rund um Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit für Gründerinnen und Gründer diskutiert und so auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Einige spannende ReferentInnen, aus Wissenschaft und unternehmerischer Praxis, haben wir bereits für unsere Veranstaltung gewinnen können.

Auf unserer eigenen Website www.nachhaltig-gruenden.net können sich nun die ersten TeilnehmerInnen anmelden. Die Vorfreude steigt, aber uns bleibt auch noch einiges zu tun: weitere ReferentInnen werden gewonnen und alle Programmpunkte im Detail ausgestaltet, die Werbung für die Veranstaltung beginnt und es wartet noch eine Reihe organisatorischer Punkte auf das Projektteam. Deshalb stehen wir momentan als Gruppe in besonders intensivem Kontakt.

Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Wochen unsere Hospitationen in verschiedenen Organisationen durchgeführt: unter anderem in der Projektgruppe „Modes of Economic Governance“ am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), bei der Sustainable AG, den Sustainable Business Angels sowie im Auswärtigen Amt haben wir die unterschiedlichsten Eindrücke gesammelt. Hier konnten wir uns dem Thema sowohl aus politischer, wissenschaftlicher als auch praktischer Sicht nähern und unterschiedlichste Problemlagen, Herausforderungen sowie Erfolge im Bereich Transformation der Wirtschaft kennenlernen. Desweiteren konnten wir dabei verschiedene Blickwinkel, Arbeitsweisen und Herangehensweisen um das Thema nachhaltiges Wirtschaften kennenlernen. Der Austausch über diese Eindrücke ist für unsere Projektgruppe bereichernd und gibt uns Anregungen für das Projekt.


4. Projektbericht

Es ist passiert! Am 23. Mai fand in der Hochschule München unsere Tagung „Start Sustainable – Nachhaltig Wirtschaften von Anfang an“ statt. In einer halbtägigen Veranstaltung mit mehreren Workshops, Keynote-Präsentation, Netzwerkvorstellungen und Podiumsdiskussion konnten Expert/inn/en aus Theorie und Praxis interessierten Studierenden, Gründungsinteressierten und Gründer/innen ihre Erfahrungen weitergeben.

Doch bevor es soweit war, gab es noch eine Menge zu tun. Gerade in den letzten Wochen und Monaten vor der Veranstaltung hat sich der Arbeitsaufwand in unserer Gruppe immer weiter erhöht. Neben logistischen und organisatorischen Aufgaben (welche Räume bekommen wir wie lange, welches Catering nehmen wir,…) war es für uns besonders wichtig, ein spannendes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Dabei sollten verschiedene Themen der Nachhaltigkeit in Unternehmensgründungen angesprochen werden – von wirtschaftsethischen Grundüberlegungen bis hin zu technischen Praxistipps wie Nachhaltigkeit in Businessplan und Controlling. Dazu haben wir Expert/inn/en zu den wichtigen Themengebieten gesucht und diese angefragt, ob sie unsere Veranstaltung in einem Workshop oder auf dem Podium unterstützen.

Nachdem wir für alle Programmpunkte Referent/inn/en gefunden hatten, galt es, die Veranstaltung publik zu machen um möglichst viele Teilnehmende erreichen zu können. Dazu kontaktierten wir viele relevante Stakeholder – von Universitäten und Forschungsinstituten bis hin zu Verbänden und Nachhaltigkeitsinitiativen – um potentiell interessierte Menschen aus deren Netzwerken auf unsere Veranstaltung aufmerksam zu machen. Dabei waren besonders jene Organisationen, in denen wir unsere Hospitationen gemacht haben sowie unsere Kooperationspartner – die Hochschule München, sneep, das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik und Forum Nachhaltig Wirtschaften – besonders hilfreich. Leider haben wir die Herausforderung der Teilnehmer/innenakquise nicht von Anfang an richtig eingeschätzt. Gerade mit einem limitierten Projektbudget und ohne eine feste institutionelle Einbindung gestaltete sich dieser Prozess schwieriger und zeitintensiver als erwartet.

Trotz dessen konnte unsere Tagung diejenigen Teilnehmer/innen, welche die Möglichkeit hatten dabei zu sein, in allen Punkten begeistern. Sei es durch den inspirierenden Input in dem Eröffnungs-Vortrag von Frau Professorin Poech (Hochschule München), durch die vielen Kleingruppenworkshops oder die Podiumsdiskussion zwischen Herrn Professor Zollner (Hochschule München), Herrn Dr. Glauner (DNWE), Herrn Sprenger (Sustainable AG), Herrn Offenwanger (sneep) und Herrn Urbanke (fibur) am Ende des Tages. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung sind wir nun dabei unsere Arbeit auszuwerten – sowohl in Hinblick auf den Austausch der Teilnehmenden über Nachhaltigkeit bei Unternehmensgründungen, als auch darüber was wir, das Projektteam, während des Projektprozesses lernen konnten.


Projektgruppe 2

Projektgruppe 2: NeWeLoPP – Neue Wertstätten, lokale und partizipative Projekte

Kurzvorstellung

Das Projekt „NeWeLoPP“ setzt sich mit der Frage auseinander, wie Menschen, die bisher nicht in Neuen Wertstätten oder lokalen partizipativen Projekten aktiv sind, Interesse am Mitmachen entwickeln können. Unser Fokus liegt dabei auf FabLabs und Urban Gardening Initiativen. Ziel soll nicht eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema sein, sondern das Entwickeln eines „Methodenkoffers“ zur milieuspezifischen Ansprache, den wir zusammen mit ausgewählten Projekten erproben und auf ihre Bedürfnisse anpassen.


Aranka Podhora

Supervisorin: Dr. Aranka Podhora

Ich bin Landschaftsplanerin und arbeite seit einigen Jahren in der Wissenschaft und der Forschungskoordination.

Am Studienprogramm der Böll-Stiftung nehme ich als Supervisorin teil, weil ich es wichtig finde, die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis / Gesellschaft zu verbessern.

In dem Programm sehe ich eine gute und wichtige Möglichkeit für junge Menschen, sich bereits während ihrer der Ausbildung für dieses Thema zu sensibilisieren.


1. Projektbericht

Die erste Phase des Projekts haben wir dazu genutzt einen Kriterienkatalog aufzustellen, nach dem wir die Initiativen und Wertstätten für unser Projekt auswählen wollen. Ganz grundlegend haben wir uns zunächst dazu entschieden, uns aus der Vielzahl von lokalen Initiativen und partizipativen Angeboten auf solche zu beschränken, die den Gedanken der kollektiven Selbstermächtigung und der persönlichen Unabhängigkeit verfolgen, bei denen also das selbst in die Hand nehmen im Vordergrund steht. Dementsprechend ist unsere Wahl auf FabLabs und Urban Gardening Projekte gefallen.

Da FabLabs und Urban Gardening Initiativen ebenfalls sehr facettenreich aufgestellt sind, haben wir die Kriterien weiter verfeinert. Es sollen nur Projekte beteiligt werden, die gemeinnützig arbeiten, also nicht profitorientiert sind. Diese Definition berücksichtigt die spezielle Situation von FabLabs, die teure Geräte in der Regel überhaupt erst über kleine Beiträge finanzieren können. Gerade bei einer gemeinnützigen Orientierung ist gleichzeitig ein Mitbestimmungsrecht seitens der Nutzungsgemeinschaft zwingend erforderlich. Zudem sollen die Projekte einen bestimmten Stadtteil oder eine bestimmte Stadt ansprechen, also lokal ausgerichtet sein, und einen partizipativen Charakter haben. Dabei ist es wichtig, dass die Initiativen keine rein beratende oder vernetzende Funktion haben, sondern Interessierte selbst aktiv werden und/oder passiv Angebote und Unterstützung in Anspruch nehmen können. Letztendlich können wir nur solche Wertstätten einbeziehen, die ein Interesse an einer Öffnung haben.

Da das Kriterium der „Nachhaltigkeit“ für den Transformationsgedanken zentral ist, haben wir gesondert Kataloge mit Nachhaltigkeitskriterien für FabLabs und Urban Gardening Projekte erstellt. Diese sind zum Teil schon fertig und befinden sich zum Teil noch im Aufbau.

Parallel zur Definition von Analysekriterien für die Projekte, hat sich jede_r Einzelne von uns zur Sichtung potentieller Projekte einen ersten Überblick über die im Umfeld des jeweiligen Wohnortes liegenden Initiativen und Wertstätten verschafft, wobei sich zum Teil bereits Prioritäten in Richtung FabLabs oder Urban Gardening herausstellten und konkrete Projekte benannt wurden.

Ausgehend von diesen ersten beiden Schritten hat sich die Notwendigkeit ergeben, einen Fragenkatalog zu erarbeiten, der die wichtigsten Punkte zur Analyse der ausgewählten Projekte enthält. Der Katalog soll es uns ermöglichen auf einer gemeinsamen Basis in die Projekte zu gehen und dahingehend zu analysieren, dass Schwachstellen und Potentiale erkennbar werden, in die wir einhaken können.


2. Projektbericht

In der zweiten Phase unseres Projektes haben wir zunächst den Fragenkatalog fertig gestellt, der einen Überblick über die zentralen Kriterien, die für die Analyse der ausgewählten FabLabs und Urban Gardening Initiativen wichtig sind, geben soll. Auf dieser Basis werden wir in der aktuellen Projektphase standardisierte Fragebögen erstellen, mit denen in den jeweiligen Initiativen Daten erhoben werden können.

Da die Konzeption der Fragebögen ein komplexer und gleichzeitig ganz entscheidender Schritt für das weitere Projektvorgehen darstellt, haben wir Ende Dezember in einem Projektgruppentreffen in Stuttgart, das Erstellen der Interviewleitfäden bzw. Fragebögen gemeinsam weiter entwickelt.

Unabhängig von dieser konzeptionellen und methodisch orientierten Projekteinheit, fand eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Begriff der Inklusion statt. Da unser Projekt das Ziel verfolgt, bei Menschen, die bisher nicht in Urban Gardening Initiativen oder FabLabs aktiv sind, ein Interesse an solchen Neuen Wertstätten und lokalen partizipativen Projekten zu wecken, sollte geklärt werden, welches übergeordnete Ziel NeWeLoPP verfolgen will. Dies bedeutet für unsere Projekte, dass Menschen nicht nur ‚da‘ sein sollen in den Projekten, sondern auch teilhaben. Wie in den anderen Projekten auch, stand außerdem die Aufstellung eines Kosten- und Finanzplans an. In einer gemeinsamen Diskussion haben wir im Konsens beschlossen, dass das zur Verfügung stehende Budget an erster Stelle für die Arbeit in den einzelnen Initiativen aufgewendet werden soll.

Der verbleibende Anteil der finanziellen Mittel soll darüber hinaus zum einen dazu genutzt werden, externe Referent*innen einzuladen, die uns je nach dem Stand unseres Projekts methodisch, inhaltlich oder praxisorientiert unterstützen. So berichtete uns bereits Gudrun Walesch von Anstiftung & Ertomis über Urban-Gardening-Projekte. Zum anderen soll das Budget dazu dienen, Projektgruppen-Treffen zu ermöglichen, an denen wir vor allem gemeinsam zu verschiedenen Fragestellungen arbeiten können.

Ein wichtiger und vor allem hilfreicher Schritt war zudem das Erstellen von Maßnahmenplänen, mit denen wir bereits relativ genau die in den nächsten Monaten anfallenden Aufgaben benannt und die Verantwortlichkeiten festgelegt haben. Darüber hinaus konnten wir so die Meilensteine unseres Projekts noch einmal überarbeiten und ebenfalls konkretisieren. Gerade die nun folgenden Schritte sind dadurch bereits vorbereitet und können nun in die direkte Umsetzung gehen.


3. Projektbericht

Ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt NeWeLoPP war unser Gruppentreffen in Stuttgart am Wochenende vor Weihnachten 2013. Während wir auf den Ausbildungswochenenden in Berlin nur wenig Zeit haben, uns mit unserem eigentlichen Projekt auseinander zu setzen, konnten wir in Stuttgart intensiv arbeiten. In den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Würtemberg konnten wir uns der Ausarbeitung einiger wichtiger Teilziele widmen.
Zum einen stellten wird dort unsere soziologischen Werkzeuge fertig, welche wir während unserer Hospitation in den Projekten benutzen möchten. Dabei handelt es sich um einen quantitativen Fragebogen für die NutzerInnen von FabLabs- und Urban-Gardening Projekten sowie um einen qualitativen Fragebogen als Leitfaden für die Interviews mit den ProjektkoordinatorInnen und -verantwortlichen. Zum anderen haben wir unsere Ideen für den Projektoutput präzisiert. Es soll in jedem Falle ein Heft geben, welches vom Aufbau her Stichworten von A-Z entspricht, welches dann mit unseren Ergebnissen, Erfahrungen und Einsichten gefüllt wird.

Das Treffen in Berlin konnten wir, da es nur einen Monat nach unserem Gruppentreffen lag, dazu nutzen, unser wissenschaftliches Standbein des Projektes zu festigen und uns vor allem mit unserer Mentorin Aranka auszutauschen.

Bedingt durch die unterschiedlich gewählten Projekte besteht eine „Ungleichzeitigkeit“ bei unseren Hospitationen. Da wir uns in zwei Bereichen, den technischen Projekten und den Gartenprojekten, engagieren, ist dies insbesondere mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu erklären. Gerade in den Gartenprojekten ist an ein umfassendes Engagement noch nicht zu denken, da diese Projekte gerade erst im Frühling wirklich starten. Bei den technischen Projekten sind wir allerdings schon in einem Fablab und einem Hackerspace aktiv.


4. Projektbericht

Viel hat sich getan in den vergangenen Monaten. Das Ausscheiden von Klara und Sandra aus unserem Projekt hat uns viel Kraft gekostet und eine Neuausrichtung unserer Ziele erforderlich gemacht. Da wir nur noch drei von anfangs fünf Teilnehmenden waren, hatten wir uns dazu entschlossen, den Fokus auf das „Heft“ zu legen. Wobei gesagt werden muss, dass diese Konzentration auch zur Folge hatte, dass es sich nun eher um ein Buch handelt.

Auf unserem zweiten Gruppentreffen hatten wir die Gelegenheit genutzt, uns nochmals persönlich über unsere Hospitationen auszutauschen und unseren Texten einen letzten Schliff zu geben. Auch viel Organisatorisches war zu erledigen, um unser Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Der Titel des Buches ist spiel*raum. Ein Raum, der es ermöglicht, sich durch eine Art Lexikon treiben zu lassen, einen Eindruck von Urban Gardening- und FabLab-Projekten zu bekommen, den Fragen nachzugehen: Was machen die da eigentlich? Wie machen sie es? Warum eigentlich? Gleichzeitig dienen die vielen praktischen Anleitungen auch dem Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Aktiven in solchen Gemeinschaftsprojekten.

Es werden (Fach-)Begriffe und Stichworte aufgegriffen und veranschaulicht. Die verschiedenen Formate wie Interviews, Fotos, Zeichnungen, Zitate, abstrakte Texte, Anleitungen usw. erklären jeweils zentrale Begriffe und Handlungsweisen. Es soll insofern auf einer praktischen Ebene dazu dienen, Hürden zu überwinden. Verknüpfungen zwischen den einzelnen Artikeln sollen die Lesenden dazu ermuntern, sich mit den einzelnen Abschnitten im Kontext auseinanderzusetzen.

Es soll Menschen neugierig machen auf Garten- und Werkstattprojekte, welche den Wandel unserer Meinung nach im Alltag gemeinschaftlich gestaltet leben, ohne dabei bewusst jemensch auszuschließen. Wir möchten anregen, mit der Idee der Transformation und deren Ausdruck und Umsetzung in den Garten- und Technik-Projekten in Kontakt zu kommen, sich darüber Gedanken zu machen – und vielleicht sogar selbst daran teilzunehmen, mit einem Blick über den Gartenzaun oder durch‘s Fenster des Fablabs, als Gast bei manchen Mitmach-Veranstaltungen der Projekte oder vielleicht sogar als regelmäßige Teilnehmende.


Projektgruppe 3

Projektgruppe 3: WasserWeg(e) – Vom Teller zur Produktion

Kurzvorstellung

Die Projektgruppe beschäftigt sich mit den Auswirkungen von exportorientierter landwirtschaftlicher Produktion auf die lokale Verfügbarkeit von Trinkwasser in den Anbauländern.

Die Zusammenhänge sollen anschaulich für Verbraucher/innen aufbereitet werden und so zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen.


Rasmus Grobe

Supervisor: Rasmus Grobe

Seit meiner Jugend bin ich in der Umweltbewegung – später auch in anderen sozialen Bewegungen – aktiv, habe Kampagnen, Projekte und Kongresse organisiert. Dabei begannen mich immer stärker methodi­sche Aspekte politischen Engagements zu beschäftigen: wie arbeiten politische Gruppen erfolgreich und was kann man tun, um sie dabei zu unterstützen? Diese Frage beschäftigt mich bis heute und ist wesentlicher Bestandteil meines Berufslebens geworden.

Ich arbeite seit etwa 15 Jahren als Trainer und Berater vor allem für Menschen und Organisationen im Non-Profit-Bereich, u.a. bei der Bewe­gungsakademie und als Leiter des Weiterbildungsprogramms für junge Umweltengagierte „Kurs ZukunftsPiloten“ des Deutschen Naturschutzrings. Inhaltlich – aufgrund meines akademischen Hintergrunds (Politikwissenschaft und Development Studies) und meines kommunalpolitischen Engagements im Rat der Stadt Verden – sind nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, ökologisches Bauen und Energiewende meine Themen.


1. Projektbericht

Die Projektgruppe hatte sich noch auf dem Einführungsseminar zur gemeinsamen Arbeit zum Thema Wasser im Kontext globaler Produktion zusammengefunden und dort zunächst die Idee entwickelt, mit einer öffentlichen Performance auf das Thema Wasserverbrauch im globalen Kontext aufmerksam zu machen. Während der virtuellen Zusammenarbeit zeigte sich jedoch sehr schnell, dass im Thema „Wasser“ eine Vielzahl von Ursache-Wirkungszusammenhängen stecken und auch die Interessen der Teilnehmenden diesbezüglich unterschiedlich waren. So wurden zunächst verschiedene Aspekte des Themas in Form von „Wirkketten“ recherchiert – zum Beispiel der immense Wassereinsatz, der für die Produktion von Baumwolle auf amerikanischen Plantagen nötig ist, die wiederum für die Produktion von Textilien für den Exportmarkt benötigt werden. Verschiedene dieser Wirkketten wurden gemeinsam diskutiert und bewertet.

Im Ergebnis einigte sich die Projektgruppe auf das Herausarbeiten einer exemplarischen Wirkkette, die wiederkehrende Muster der anderen beinhaltet: exportorientierte Landwirtschaft mit Ver(sch)wendung von lokalem (Trink)-Wasser. Dies kann insbesondere bei der Produktion von Soja als Futtermittel der Fleischindustrie verdeutlicht werden. Im nächsten Schritt geht es jetzt darum, das Thema in einer Umsetzungsform zu entwickeln. Hier ist eine an Verbraucher adressierte Kommunikationsform (ggf. Kampagne) angedacht.


2. Projektbericht

Das von der Projektgruppe herausgearbeitete Thema: Exportorientierte Landwirtschaft mit Ver(sch)wendung von lokalem (Trink)-Wasser wurde zunächst mit weiteren Recherchen von der Gruppe gefestigt.

Dabei wurden Umsetzungsformen zusammengetragen, die bereits existieren oder im Rahmen der Recherche als neue Ideen entstanden sind. Das Aktionsfeld streckte sich von Erlebnislehrgängen für Kinder über Aktionstage auf öffentlichen Plätzen mit Informationsständen für Passanten bis hin zu einer Ausstellung.

Schließlich fiel eine Entscheidung zugunsten der Umsetzung „Ausstellung“, welche im Rahmen eines Treffens in Berlin weiter konkretisiert werden konnte. Es wurden generelle Rahmenbedingungen wie Zielgruppe, Zeitplan, Ort und Format besprochen. Dabei ist das Konzept für eine Wanderausstellung für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren entstanden, welche die Ziele verfolgt: die Besucher in Kenntnisse zu setzen über Zusammenhang von Ernährung und Wasserverbrauch, ihnen Denkanstöße für ihr eigenes Ernährungsverhalten zu liefern und ihnen Ideen für Konsumalternativen mitzugeben bzw. solche erfahrbar machen.

Eine erste Kostenkalkulation für eine Ausstellung dieser Art ist bereits vorgenommen worden. Überlegungen über die Akquise von Drittmitteln wurden angestellt. Darüber hinaus hat die Projektgruppe erste Entwürfe zum Aufbau der Ausstellung erarbeitet. Das Zentrum der Ausstellung soll ein täglich verspeistes Gericht in Deutschland sein, von dem aus in alle Richtungen die Wege bis auf den Teller erlebt werden können.

Bei einem weiteren Arbeitstreffen Ende Dezember 2013 wurde die Umsetzungsform erneut überdacht, dabei ist die Idee entstanden aus der Wanderausstellung ein Gesellschaftsspiel zu gestalten. Die Gruppe wird im nächsten Schritt sowohl die Ausstellung, als auch das Spiel weiterentwickeln. Idealerweise lassen sich die beiden Umsetzungen am Ende zusammenführen.


3. Projektbericht

Die Projektidee einer Ausstellung, die die Auswirkungen exportorientierter Landwirtschaft auf die lokale Ressource Wasser veranschaulicht, wurde im Nachgang eines Projektgruppentreffens Ende 2013 durch weitere Recherchen und Ideenausarbeitung weiter entwickelt. Auf einer Zusammenkunft der Projektgruppe im Rahmen des 3. Seminars des Projekts „Transformation gestalten“ im Januar 2014 wurden wesentliche Grundsatzentscheidungen zur weiteren Projektausgestaltung getroffen:

Unter den grundsätzlich denkbaren Bewertungssystemen für Wasserverbrauch wurde eine Entscheidung für den Ansatz „LifeCycleAssessment“ getroffen und dieses zusätzlich zu Wasser auch auf die Ressourcen Flächenverbrauch und CO2-Emissionen zu beziehen.

Es wurde intensiv diskutiert, von der ursprünglichen Projektidee „Ausstellung“ abzuweichen und stattdessen ein Spiel zu entwickeln. Schließlich wurde – mit Bedenken einzelner Gruppenmitglieder – die Idee Ausstellung bestätigt.

Ein Aufbauschema mit den wichtigsten Elementen der Ausstellung wurde entwickelt und als Grundlage für die weitere Ausgestaltung beschlossen.

Die Projektgruppe will zur besseren qualitativen Ausgestaltung der Ausstellung einen Förderantrag stellen.

Der grundlegende Projektplan mit Meilensteinen wurde festgelegt: die Ausstellung soll im Juli erstellt und im August/September erstmals in Münster, sowie auf dem Abschlussworkshop des Projekts „Transformation gestalten“ gezeigt werden.

Im Laufe des März 2014 wird das Projektbudget konkretisiert und der Förderantrag gestellt. Dabei ergab sich zuletzt das Problem der sich ausschließenden staatlichen Doppelförderung, wodurch eine Vielzahl potentieller Förderer nicht in Frage kommt.


4. Projektbericht

Mit der Festlegung eines Präsentationsortes (Weltgarten im Kölner Zoo) und Zeitraumes (ab September) hat die Projektgruppe ein konkretes Ziel vor Augen, auf das sie kontinuierlich hinarbeitet. Das Konzept für die Ausstellung / Installation wurde verfeinert und eine Materialbedarfsliste erstellt und darauf aufbauend ein realistisches Projektbudget kalkuliert. Für die Vorstellung des Projektes beim Präsentationsort wurde eine Selbstdarstellung erstellt, in der Gruppe und Projekt skizziert werden. Dieses Papier kann auch für die Akquise künftiger Ausstellungsorte genutzt werden. Die Projektgruppe hat ein Logo entwickelt, das auf der Selbstdarstellung und in weiteren visuellen Produkten des Projekts verwendet werden soll.

Das kommende Treffen auf dem 4. Seminar will die Projektgruppe für eine detaillierte Projektplanung bis zum Zusammenbau der Ausstellung nutzen. Neben der genauen Planung der einzelnen Elemente der Installation und deren Herstellungsprozess bzw. Beschaffung geht es dabei um die Recherche und das Erstellen von Texten und Grafiken für die Informationselemente der Ausstellung. Zum Projektrahmen neu hinzu gekommen ist ferner ein Blog, in dem Inhalte des Projektes online präsentiert werden. Hierfür wurde die grundlegende Struktur entwickelt, die Erstellung folgt in den nächsten Wochen.

Bis zum Aufbau der Ausstellung wird es vor allem auf ein gutes Projektmanagement ankommen, um die verschiedenen Elemente soweit vorbereitet zu haben, dass sie im Wesentlichen nur noch praktisch zusammen gefügt werden müssen. In der Woche ab dem 25. August 2014 findet der Aufbau der Ausstellung in Köln
im „Weltgarten“ statt – hierfür wird die Projektgruppe sich vor Ort treffen und alle vorher erstellten bzw. als Material beschafften Bestandteile der Installation zusammenfügen. Anfang September bis Oktober wird die Installation dann zunächst als Teil der Weltgarten-Austellung des Eine-Welt-Netzes NRW im Kölner Zoo stehen. Im Oktober soll sie auf dem Abschlussevent des Projekts „Transformation gestalten“ gezeigt werden. Anschließend wird sie in der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster und eventuell der Uni Münster präsentiert. Weitere Präsentationen an anderen Orten sind angedacht.


Projektgruppe 4

Projektgruppe 4: von morgen – alles Gute auf einer Karte

Kurzvorstellung

Wir teilen die Vision von einer Welt, in der die Umwelt intakt ist, die Menschen ein zufriedenes und nachhaltiges Leben nach ihren eigenen Werten, ohne Existenzängste und in Verbundenheit führen können. Wir wollen Menschen an verschiedenen Stellen auf ihrem Weg ansprechen: Denjenigen, die sich schon auf den nachhaltigen Weg gemacht haben, wollen wir über eine digitale Karte Informationen über nachhaltige Initiativen und Organisationen in ihrer Umgebung zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wollen wir aber auch mit Menschen, die sich noch nicht mit nachhaltigen
Lebensweisen beschäftigt haben, in einen Dialog darüber treten, was sie wirklich brauchen um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen.


Katharina Hinze

Supervisorin: Katharina Hinze

Ich arbeite an der Humboldt-Viadrina School of Governance. Dort betreue ich den internationalen Studiengang „Master of Public Policy“, der Studierende bei der Umsetzung eigener politischer Projekte begleitet.

Zuvor war ich bei Ashoka Deutschland tätig, einer weltweiten Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurship.

Zu meinen Schwerpunkten gehören die Bereiche Training, Stakeholder Dialoge und Entwicklungszusammenarbeit. Ich habe Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien in Passau und Buenos Aires sowie „Internationale Zusammenarbeit“ am SLE in Berlin studiert.


1. Projektbericht

Um uns auf ein Handlungsfeld zu einigen haben wir angefangen auf breiter Basis zu recherchieren mit dem Ziel ein Thema mit besonderer Relevanz zu finden. Zwar hatten wir uns schnell auf Lebensmittel als grobes Themengebiet geeinigt, jedoch eröffnet dieses wiederum viele mögliche Ansatzpunkte, wie Lebensmittelverschwendung, Fleischkonsum, Verpackungsmüll oder Agrarsubventionen.

Wir haben die oben genannten Themen untereinander aufgeteilt, um detaillierter zu recherchieren. Mit Hilfe dieser Recherchen wollen wir uns für ein Thema entscheiden. Parallel zu der Frage welche Ressource für uns besonders relevant ist, beschäftigen wir uns mit Fragestellungen wie: Sollte man bei der Produktion ansetzen oder beim Konsumenten? Wie können wir den erhobenen Zeigefinger vermeiden? Weiterhin befassen wir uns mit der Frage nach dem ausreichenden Handlungsspielraum für unser Projekt. Als Gegenbeispiel sei hier Lebensmittelverschwendung genannt, für die die BMELV Kampagne “Zu gut für die Tonne” schon viele Bereiche abdeckt.

Wir stehen kurz davor uns auf eine weiter eingegrenzte Ressource zu einigen. Im Moment diskutieren wir das Thema Verpackungsmüll bei Lebensmitteln. Wir haben noch nicht eingegrenzt mit welcher Methode wir genau arbeiten wollen (politische Arbeit, Handlungsempfehlungen, Bildungsarbeit, Informationen oder kreative Formen der Auseinandersetzung), was wir aber als Vorteil verstehen. Unsere konkreten Projektideen zum Verpackungsmüll sind bisher die Entwicklung von verpackungsarmen und abbaubaren Verpackungen sowie Umstellung auf Glasbehälter, die vom Einkaufenden selbst mitgebracht werden. Mögliche Fragestellungen, an denen wir uns orientieren können sind: Wie viel Müll fällt durch (Lebensmittel-)Verpackungen an und welche sind vermeidbar? Welche Ansätze gibt es bereits Verpackungsmüll zu vermeiden? Warum haben diese sich noch nicht durchgesetzt? Haben wir eine eigene neue Idee oder wollen wir einer existierenden Idee zur Durchsetzung verhelfen? In welcher Form können wir unser Projekt durchführen?


2. Projektbericht

Zu unserer jetzigen Projektidee sind wir über Umwege gekommen: Wir hatten zuerst verschiedene Ressourcen im Blick, mit deren Verwendung wir uns beschäftigen wollten, hatten aber nie den Eindruck, dass wir den Kern des Problems getroffen hatten. Dann haben wir uns statt nach dem Problem nach der Vision gefragt und festgestellt, dass wir uns trotz all unserer Verschiedenheit im Team in unserer Vision sehr ähnlich sind: Wir teilen die Vision von einer Welt, in der die Umwelt intakt ist, die Menschen ein zufriedenes und nachhaltiges Leben nach ihren eigenen Werten, ohne Existenzängste und in Verbundenheit führen können.

Davon ausgehend haben wir diskutiert, welche Hindernisse der Erfüllung dieser Vision im Wege stehen. Wir sind dabei auf fehlende soziale Eingebundenheit, ein fehlendes Bewusstsein über die eigenen Werte und allgemeine Überforderung und Ohnmacht gestoßen. Auch glauben wir, dass es an übersichtlichen, umfassenden und verlässlichen Informationen darüber mangelt, wie sich der Einzelne in seinem Umfeld einer nachhaltigen Lebensweise widmen kann: Welche Initiativen gibt es überhaupt in meiner Stadt? Wo kann ich an einer Food-Koop teilnehmen? Wo kann ich meine Sachen selbst reparieren? Welcher Laden in meiner Umgebung zeichnet sich durch nachhaltiges Wirtschaften aus?

Diesen Hemmfaktoren wollen wir auf verschiedene Weise entgegenwirken. Einerseits planen wir, eine digitale Karte anzubieten, die deutschlandweit nachhaltige Orte, Projekte, Institutionen und Ereignisse verzeichnet. Dabei wollen wir mit bestehenden Plattformen kooperieren und Synergien nutzen, um ein übersichtliches Angebot mit möglichst großer Datenbank zu schaffen. Auch NutzerInnen sollen eigene Eintragungen in die Karte vornehmen und bestehende Eintragungen auf Nachhaltigkeit hin bewerten können. So soll jeder einfach in die Lage gebracht werden, dem Wunsch nach einem nachhaltigeren und verbundeneren Leben nachzukommen. Gleichzeitig soll diese Plattform eine Möglichkeit für diese Projekte bieten sich zu präsentieren. Die Kriterien dafür, was auf der Karte verzeichnet werden soll, werden wir unter anderem mit Hilfe der Gemeinwohlökonomie als Konzept formulieren.

Wir wollen jedoch nicht nur diejenigen erreichen, die sich bereits auf die Suche nach einem nachhaltigen und erfüllten Leben gemacht haben und unsere Plattform dafür nutzen. Deswegen streben wir parallel einen Dialog insbesondere mit denen an, die mit Nachhaltigkeit als Wert an sich noch nicht viel in Berührung gekommen sind. Wir werden mit Workshops und Aktionen der Frage nachgehen, was uns Glück und Wohlbefinden bedeuten und wie wir unser Leben allgemein stärker nach unseren Werten ausrichten können.


3. Projektbericht

Der Zeitraum vom Dezember 2013 bis März 2014 war geprägt von wichtigen Schritten auf dem Weg zur Realisierung unserer InitiativMap. So konnten wir unter anderem unser Leitbild weiterentwickeln und vertiefen und unsere Konzept-Überlegungen zu einem Business Plan verfeinern. Leitbild und Business Plan sind vor allem für die externe Kommunikation, insbesondere mit potentiellen Förderstellen, unabdingbar. Innerhalb unserer Gruppe konnten wir außerdem unseren Kosten- und Zeitplan vertiefen und ergänzen, was uns eine klarere Übersicht über anstehende Aufgaben und benötigte Fördergelder verschafft.
Neben den genannten inhaltlichen Aufgaben kam auch die Arbeit an unserer geplanten Webseite nicht zu kurz: Erste Designentwürfe für die interaktive Karte konnten wir bei einer den regelmäßigen Skype-Konferenzen diskutieren und außerdem konkrete Funktionen der Karte festlegen. Hierbei half uns vor allem unser neu gewonnenes Teammitglied Florian, der selbst Experte und gelernter Informatiker ist und uns seit einigen Wochen tatkräftig zur Seite steht. Gemeinsam schafften wir es, schon Ende Januar einen ersten Prototyp unserer Karte zu erstellen.
Um ein genaueres Bild vom Bedarf und den Wünschen der potentiellen NutzerInnen zu bekommen, erstellten wir außerdem einen Fragebogen, den wir online verschickten und der uns das Meinungsbild von ca. 40 Personen verschafft. Zu erwähnen ist außerdem unsere erfolgreiche Netzwerkarbeit, durch die wir bereits vor der eigentlichen Programmierung schon zahlreiche Partner und UnterstützerInnen wie z.B. Blue Pingu, die open greenmap aus New York sowie die Gemeinwohlökonomie – Bewegung gewinnen konnten.
Um die bevorstehenden Kosten für die Programmierung, das Hosting sowie unsere geplanten Workshops decken zu können, sind wir seit einiger Zeit dabei, uns bei Gründungswettbewerben zu bewerben. Aktuell sind wir eines von sechs ausgewählten Projekten beim SensabilityCongress der WHU, dessen Gewinnerteam mit 50.000 Euro sowie begleitendem Coaching gefördert wird.
Unsere in naher Zukunft anstehenden Aufgaben sind uns u.a. auf einen Namen und Slogan für unsere Karte zu einigen, eine für uns passende Rechtsform festzulegen und weiterhin Aufnahmekriterien für Initiativen auf unsere Karte zu bestimmen. Das anstehende Projektgruppentreffen in Heidelberg Mitte April 2014 bietet uns Gelegenheit, weitere Schritte in die Wege zu leiten und uns persönlich über die offenen Fragen auszutauschen.


4. Projektbericht

Nachdem im März/April einige der Projektgruppenmitglieder ihre Hospitation absolvierten, startete die gemeinsame Arbeitsphase mit einem weiteren Treffen in Heidelberg. Neben den „Kernmitgliedern“ waren diesmal auch Benedikt Roth, BWLer der Alanus Hochschule sowie Florian Jostock, Informatiker aus Kaiserslautern, dabei. Das Treffen nutzen wir vor allem, um uns gegenseitig über unsere Hospitationen zu informieren und uns auf einen letztendlichen Namen für unsere Marke/Internetseite zu einigen. Nach langen Diskussionen konnten wir uns auf „von Morgen“ einigen, da dieser unserer Auffassung nach eine positive Zukunftsvision impliziert und außerdem auf andere Bereiche neben einem reinen Fokus auf die map ausgeweitet werden kann.

Außerdem legten wir während des Treffens konkrete Arbeitsgruppen fest, die sich hauptsächlich jeweils mit Finanzierung, Design und Programmierung beschäftigen. Dies war vor allem nötig geworden, da durch zahlreiche Netzwerke und Kooperationen unser Team so weit angewachsen war, dass es uns zu zeitaufwendig erscheint, die gesamte Gruppe permanent über alle Vorgänge informiert zu halten. Die Einzelgruppen arbeiten seitdem intensiv und gemeinsam an ihren jeweiligen Themengebieten, eine große Skypekonferenz mit dem Gesamtteam findet seitdem etwa alle vier Wochen statt. Wir hatten außerdem das Bedürfnis, einen festen Zeitraum für die gemeinsame Weiterarbeit am Projekt festzulegen, damit so viele wie möglich zur selben Zeit online arbeiten und sich ggf. kurzfristig austauschen und beraten können. In den letzten Wochen waren wir vor allem damit beschäftigt, ein ausführliches Strategiepapier auszuarbeiten, ein Logo sowie einen Slogan zu entwerfen. Nebenbei erschien außerdem ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung über unsere Projektidee, woraufhin wir Anfragen von einem Buchverlag sowie mehreren Zeitschriften erhielten, die großes Interesse an unserer Arbeit zeigen.

Um die langfristige Finanzierung sicherzustellen, sind wir außerdem dabei, uns für verschiedenste Ideen- und Gründerwettbewerbe zu bewerben. Ein erster Erfolg war hierbei der think-big Wettbewerb der Telefonica Stiftung, die uns 400 Euro als erste Stufe ihres Förderungsprogramms zur Verfügung stellen. Neben der Arbeit an der Internetseite konnten wir im Mai außerdem noch einen Workshop an der Waldorfschule in Schwerin durchführen. Die Projektidee und der Workshop insgesamt wurden von den 25 Schülerinnen und Schülern sehr positiv aufgenommen. Die Programmierung läuft weiterhin kontinuierlich im Hintergrund ab, sodass wir zuversichtlich sind, im Spätsommer mit einer Beta-Version online gehen zu können.

Für August/September haben wir ein großes Treffen mit allen neu hinzugewonnen Mitstreiter/innen geplant, um die bisher größtenteils internetdominierte Zusammenarbeit persönlicher zu gestalten. Eine Idee ist es, dieses während der degrowth Konferenz Anfang September in Leipzig stattfinden zu lassen, da dort auch ein Workshop über Kartierungsprojekte stattfinden wird.